Übersichtskarte

Ich breche meine Zelte und Karriere ab:-(

Donnerstag, 09.12.2010

Hallo meine liebe Familie und Freunde,

meine letzten Tage in Bethany gehen nun zu Ende und mein Semester in den USA ist so gut wie vorbei. Meine Cheerleaderkarriere musste ich somit mit dem Basketballspiel am letzten Samstag beenden.:-( Wenigstens haben wir gewonnen, was sehr toll ist, denn beim Football haben wir ja immer verloren!!! Gestern war ich dann bei meinem Lieblingsprof Herb und in meiner geliebten Tonwerstatt und hab "Tschüss" gesagt. Herb hat mich umarmt und mir eine von ihm selbstgemachte Tasse mit Bethanylogo geschenkt: dass hat mich voll gefreut!

Töpfern:-)

Doch bevor ich alle Verabschiedungsszenen näher beschreibe, erzähle ich noch was die letzten 2 Wochen noch so in Bethany abging:

Schneeeeeeee,

juhuuu wir haben seit einer Woche Schnee. Leider nur bezuckert, aber dafür stürmt es immer ganz toll: sehr romantisch!

Ansonsten merkt man von der Adventszeit hier nicht viel. Überall leuchten die oft künstlichen:-) Weihnachtsbäume in den Häusern in allen Knall-flimmer-farben, die es so gibt und natürlich spart keiner mit Weihnachtsbeleuchtung.

Gestern wurde es schon weihnachtlicher als ca 15 Studenten und 4 Professoren eingepackt mit Gitarre und Liederblätter durch Bethany-town zogen und Weihnachtslieder sangen. Wir sangen in 5 Sprachen (englisch, deutsch, französisch, spanisch und italienisch) und wurden von bestimmt 10 verschiednenen Leuten ins Haus zu Cookies (Plätzchen mit rotem und grünen Zuckerguss: hauptsache bunt:-) und heißer Schokolade eingeladen. Bei unserem Deutschprof Harald gab's Glühwein:-)))))) Das war für alle außer uns Deutschen neu!

Der Lieblingssong von allen war: Feliz navidad und wie hier immer alle sagen: der  "Kindearrrr-song" --> Ihr Kinderlein kommet:-)

Los get's zum Singen!

Lernen....

und Hausarbeiten schreiben füllten meine letzten Wochen. Doch bis auf 5 Unterrichtspläne schreiben bin ich soweit mit allem fertig:-)

Deshalb gab es auch vorgestern zum Ende des Semesters abends um 21Uhr in der Mensa eine Massageecke. Alle Studenten konnten sich von 5 angestellten Masseuren verwöhnen lassen! Cool, oder?!

Während viele der Studenten irgendwelche Prüfungen diese Woche schreiben müssen, musste ich nur an einer Tanzvorführung teilnehmen.

Wir tanzen einen Jazztanz auf Lady Gagas Lied: Let's dance! Da es mehrere Tanzklassen gab, wurde im Theater eine ca 45min Vorstellung erstellt! Wir mussten uns richtig schmincken, verkleiden und es wurde mit Bühnenlicht experimentiert. Meine einige Angst war nur: wie komme ich ohne Brille (meine Kontaktlinsen vertrag ich seit 2 Monaten nicht mehr- zu trockene Luft!) nach unserem Tanz von der Bühne, wenn alles stockdunkel ist???? So spricht die Blindenpädagogin und entwickelte ddaraufhin einen Notfallplan bzw. begutachte alle Wege und maß die Schritte ab:-) Letzendlich hat mich eine der anderen Tänzer an die Hand genommen und mich nach draußen geführt!

Abschlussposition unseres Tanzes  Wo bin ich wohl?????

Nochmal auf Reisen

Juhuuu, ich fahre nach Chicago!!!! Freunde meiner Eltern, Debbie und Mike, die eine zeitlang in Bamberg gewohnt haben und zu meinen Eltern in die Gemeinde gegangen sind, wohnen in der Nähe von Chicago und haben mich noch kurz vor knapp eingeladen bei ihnen vorbei zuschneien:-)

Die Idee nach Chicago zu fahren war etwas spontan und deshalb war es auch unmöglich einen günstigen Flug zu bekommen. Also, werde ich heute abend von Harald nach Pittsburgh gefahren und fahre mit dem famosen Greyhoundbus nach Chicago. Die Fahrt dauert 10Stunden und ich werde in Cleveland umsteigen müssen. Leider werde ich ziemlich früh, nämlich um 5 Uhr morgens in Chicago ankommen, doch Mike holt mich ab. (echt krass von ihm, so früh!)

Ja, dann bleib ich dort bis Montag Nachmittag und hab dann eine abenteuerliche und ewig lange Reise nach Hause: 11 Stunden Busfahrt nach Pittsburgh, Bus zum Flughafen am Dienstag (14.12.) morgen, 10:48Flug nach New York, Umsteigen, MIttwoch den 15.12. 7:40Uhr Ankunft in Frankfurt!!!!! Ich dachte bis heute immer, dass ich Dienstag ankomm, doch jetzt steht im Internet Mittwoch:-))))) Meine armen Eltern, so viel Verwirrung, aber dass müssten sie ja schon von einen Afrikaflügen gewöhnt sein:-))

Ich bin also 1 1/2 Tage unterwegs:-) Das ist ein Abenteuer!!! Und ihr könnt beten, dass alles gut geht. Vorallem, dass die Straßen und Flugwege frei sind, denn im Moment blockiert der Schnee einiges.

Bye bye

Ja, die letzten tage und heute muss ich zu ganz vielen Leuten "Tschüss" sagen. Auch wenn ich mich unglaublich auf zu Hause freue, werde ich hier sehr sehr tolle Leute zurücklassen, die ich sehr liebgewonnen hab. Super lieb ist, dass ich schon ganz viele kleine und sehr persönliche Geschenke bekommen hab.

Ein Beispiel, was ich echt so lieb fand: Vorgeschichte: Ich muss dazu erklären, dass die meisten meiner Töpfersachen immer das Etikett "Süß" tragen, weil ich lachende Gesichter etc. auf Tassen mache. Außerdem hasse ich es Töpfe zum Abschluss auf der Drehscheibe zu trimmen (zurechtzu schnitzen, dass sie gut stehen und nicht wackeln), weil ich immer in den Topf schnitze oder mir alles von der Drehscheibe fliegt. So hab ich Eleonor, meine liebste Mit-Töpfer-Freundin erzählt, dass ich eine Anti-Trimm-gruppe gründe und alles nur mit der Hand trimme oder gar nicht.  Eleonor, hat mir dann eine Mini-schüssel mit Gesicht (und Zettel: Du hast mich zum "Süße"-sachen herstellen inspiriert" und Aufschrift auf dem Boden des Töpfchens "100%hand-getrimmt" geschenkt.

Ich muss sagen, ich hab dieses Semester sehr viel gelernt (Töpfern, Gitarre spielen, englisch etc.) und ich bin Gott und meinen Eltern dafür sehr, sehr dankbar.

Ich schreib euch bald wieder sobald ich kann!

Ich freu mich euch riesig alle zu sehen!!!!!

Bis bald euren Änn

Bye Bethany!Eigentlich wollte ich auf dem Bild winken, doch meine Hand sieht eher wie ein Schweige-fuchs aus (vielleicht ein Hinweis darauf, dass mich ie PH bald wieder hat:-)

Besuch im sierra leonischen Washinton DC

Montag, 29.11.2010

Lach und Sachgeschichten.... heute wie Annika und Anne Washinton DC besuchten

Also, die Ausgangssituation war ja recht spannend, denn außer, dass ich wusste, dass wir warscheinlich bei einem sierra leonischen Pastor übernachten können wussten wir gar nichts bevor wir nach New York fuhren. (Siehe vorletzter Blogeintrag). Zwei Tage vor unserer Abfahr nach Washington schrieb mir Pastor John (bekannter aus Sierra Leone) dann endlich die Telefonummer von Pastor Gibrilla Bangura (Pst B). Diesen rief ich dann sofort an und er freute sich sehr mit mir Krio reden zu können und er erklärte mir, dass wir nach Woodbridge in Virginia fahren sollen. Er holt uns da ab. Gut, doch Woodbridge liegt 45 Min weit weg von DC und es gab nur eine völlig überteuerte Zugverbindung da hin (3 mal täglich). Außerdem war mir nicht klar, wie wir von da aus zum Sightseeing nach DC fahren sollten. Kurze Krise. Absagen ging nicht, denn dass wäre unhöflich! Also: abwarten und Beten. Hallelujah. Pst B schlug vor uns von der Bushaltestelle in DC abzuholen!!!

Dienstag - Zuhause in Salone

Ok. Nach 5 Stunden Greyhound bus fahren sind wir glücklich in DC angekommen. Der Bus war ein ganz normaler Reisebus mit normalen Leuten! Als wir ankamen hab ich mir noch überlegt, wie wir den Pastor wohl erkennen würden, doch als ich ein schwarzes lachendes Gesicht mit "I love Jesus" Baseballkappe gesehen habe, wusste ich wo wir hin mussten:-) Mit reggae- Lobpreismusik ging es dann Richtung Woodbridge. Auf dem Weg trafen wir mehrere Sierra leoner. 1. ein Bettler am Busbahnhof, dem der Pastor gleichmal mehrere Scheine zusteckte 2. ein anderer Pastor, in einem Chinabuffetrestaurant in das uns der Pastor B. einlud und sich wie alle Sierra leoner wunderte, dass wir keine drei Teller Reis essen:-) 3. ein blinder Musiker, den wir auf dem Weg besuchten, weil ich erzählte, dass ich Blindenpädagogik studiere. Jedenfalls freute sich überall jeder, dass ich Krio spreche, was am Anfang gar nicht so leicht war mit so viel Englisch die letzten Wochen. Während den kommenden 4 Tagen wurde mir ca. alle halbe Stunde der Telefonhörer hingereicht, weil Freunde und Verwandte angerufen wurden, um die Sensation selbst zu hören, dass Familie Bangura eine weiße Krio-sprecherin beherbergt. War sehr amüsant!

Pastor B lebt mit seiner Frau, seinen drei Kindern (ca. 20Jahre weibl., 6 j.männ, 4 weilbl), dem Großvater und einem anderen blinden Musiker in einem kleinen Reihenhaus in einer ruhigen Siedlung. Die Familie nahm uns super freundlich auf und wir wurden typisch Sierra Leonisch behandelt: wir hatten unser eigenes Zimmer (jemand anders schlief für uns auf der Couch), wir bekamen sierra Leonisches scharfes Essen ohne mit jemand zusammen zu essen, keiner leistete uns Gesellschaft, wir waren einfach mit allen anderen im Wohnzimmer und wir besuchten verschiedene Freunde um Hallo zu sagen. Ziemlich amerikanisch war, dass dauernd der Fernseher lief:-)

Der Pastor hat übrigens eine 300 köpfige Gemeinde, die zu 95 % aus Sierra Leonern besteht und alle waren sehr enttäuscht, dass Annika und ich schon vor Sonntag gehen würden und somit weder vorsingen noch vortanzen konnten:-)

Mittwoch - I have a dream

Gott sei dank konnten wir das "wie kommen wir nach DC" Problem lösen, in dem Annika und ich herausfanden, dass die Endhaltestelle der U-bahn von Washington in Richtung Woodbridge nur 20 Minuten Autofahrt weit weg von unserem Schlafplatz ist.

Pastor B fuhr uns also zur U-bahnstation (er musste da sowieso dran vorbei) und wir fuhren direkt zur "National Mall". Die National Mall ist ein angelegter und geplanter, parkähnlicher Stadtteil (4km auf 91m) mitten in Washington DC, in dem sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten befinden. Das war sehr praktisch. Davor sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass überhaupt alles sehr sauber und organisiert in Dc ist. Die U-bahn hat Anzeigetafeln mit Minutenangaben, es gibt Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten und die grüne Fussgängerampel zählt die Sekunden bis sie wieder rot wird. Als erstes suchten wir das Touristenzentrum, welches einfach nur ein großer Raum war mit Infotisch und Tafeln, jedoch auch mit Sicherheitsschranke wie am Flughafen ausgestattet war. Echt der Knaller! Langsam nehm ich schon automatisch meinen Rucksack ab und zieh Jacken, Gürtel und die Schuhe aus sobald ich ein amerikanisches Gebäude betrete. Im den Museen gab es aber nur Rucksackkontrolle und die Sicherheitsbeamten bemerkten etwas neckisch, dass ich bitte keinen Striptease vollziehen und den Gürtel wieder zumachen soll. Oh man! :-)

Wir sahen uns das weiße Haus von Außen an. Rein dürfen nur Amis. Dann liefen wir zum Obelisken, dem Washington Monument, dass genau auf der Mitte zwischen Lincoln Memorial und Capitol steht. Weiter liefen wir an dem schönen Wasserbasin entlang, in das wir leider nicht wie Forest Gump springen durften:-( bis wir zu den Füßen von Abraham Lincoln die Rede von Martin Luther King anhörten. (leider hatte ich nur die Hälfte:-( Irgendwie war es krass, dass genau an diesem Ort vor 47 Jahren mehr als 250 000 Menschen für Gerechtigkeit und Menschenrechte für schwarze Amerikanern demonstrierten.

Im Lincoln-memorial

 Danach sahen wir uns die verschiedenen Kriegsdenkmäler des 2. Weltkrieges, Korea- und Vietnamkrieges an. Etwas merkwürdig war zu sehen, wie sehr sich die USA hier als Militär- und Siegermacht präsentierte. Das 2.Weltkriegsdenkmal ist riesig und dirket in der Mitte der ganzen Mall. Eigentlich ist es kein Denkmal, sondern ein ganzer Platz mit Springbrunnen, vielen Selbstbeweihungssprüchen und verschiedenen symbolischen Siegesfiguren. Am Rand und eher versteckt befinden sich dann die anderen Kriegsdenkmäler, bei denen die USA nicht so gloreich waren. Von den Indianderkriege der USA ist gar nichts zu sehen. Auf mich wirkte die Präsentation der Geschichte der USA etwas sehr einseitig und heldenhaft, aber dass ist auch nur meine Meinung.

Dann ging es auf zum Museum der Ureinwohner Amerikas (Indianer), was eines der schönsten Museen ist, in denen ich bis jetzt war. Die Architektur und die ganze Gestaltung wurde von verschiedenen Stämmen mit inspiriert und von einem indianischen Architekten gebaut. Das Gebäude hat ganz viele Kurven, alles ist rund und mit beigem Sandstein verkleindet. Die Außenanlagen spiegeln die verschiedenen Klimazonen, in denen die Indianer leben wieder (Prärie, Regenwald, Sumpf etc...) Alles schaut sehr natürlich aus. Innen gab es dann verschiedene Ausstellungen zu den Indianern früher und heute, wobei jeder Stamm seine eigene Abteilung selber gestalten durfte. Es gab auch eine Führung, indianisches Essen und einen Kinofilm. Der Kinosaal war auch speziell, denn wir saßen im Kreis und es gab drei Leinwände (eine Kreisförmige in der Mitte, am Boden und an der Decke). Leider konnten wir nur 2 Stunden die Ausstellungen besuchen, da das Museum schließen musste, doch da alle Museen in DC kostenlos sind, beschlossen wir zwei Tage später unsere Museumstour fortzuführen.

Annika vor dem Indianermuseum-Hitergrung Kapitol

Donnerstag - Thanksgiving

 Der dritte Donnerstag im November ist wohl einer der größten Feiertag in den USA, nämlich "Thanksgiving" -> Danksagung!

 Über den Ursprung dieses Festes gibt es verschiedene Theorien, oft geht es um die ersten Europäer, die zusammen mit den Indianern, die ihnen geholfen haben, den ersten Winter zu überleben, für die Ernte dankten und feierten. Andere sagen es ist ein Fest um die Ernte und die sichere Ankunft in der "neuen Welt" sowie die Entdeckung von neuen Nahrungsmitteln zu feiern. Auf alle Fälle ist es das wichtigste Familienfest in den USA, bei dem es ein großes Festessen mit Truthahn gibt.

Ich schneide freudig den Truthahn

Unser Thanksgiving war sierra leonisch-amerikanisch. Gegen Abend fuhren wir mit der Familie zu Freunden (ca. 30 andere Sierra Leoner) und es gab Truthahn, Süßkartoffeln, Reis, Hühnchen, Jams und verschiedenes andere Sierra Leonische Essen. Es wurde getanzt, Foodball geschaut und sierra leonische Reggaemusik gehört. Bis auf den Truthahn und die chice Wohnung war es für mich wie eine normale Party in Freetown. Sehr lustig! Ich hab mein Krio aufgefrischt und heiße Diskussionen über Afrika und die USA geführt.

Freitag  - Museen

Unseren letzten Tag in Washington DC verbrachten wir erst bei Winnetous Stammesbrüder im Indianermuseum (Fortsetzung) und gingen dann weiter zum amerikanischen Geschichtsmuseum. Wir sahen den Zylinder von Abraham Lincol, den er trug als er erschossen wurde (makaber), Teddy Roosevelts Teddybär, den ersten Ford und jede Menge Info über alle möglichen Kriege der USA.

Schließlich gingen wir noch leckere Schokoladenpancakes mit Sirup in Lincoln's Waffelladen essen, wo wir uns sehr sicher fühlten, denn direkt daneben war der FBI Hauptgebäudekomplex.

Wir spazierten dann noch zum Jefferson Memorial (der Hauptautor der  Unabhängigkeitserklärung) und suchten vergeblich nach Blumen für unsere Gastgeber. Es gibt keine Blumen in der Hauptstadt der USA um 5 Uhr nachmittags zukaufen, auch nicht am Hauptbahnhof:-(

Naja, so haben wir uns mit Pralinen bei unseren Gastgebern bedankt.

Teil unserer sierra leonischen Gastgeberfamilie

Samstag - Rückfahrt ins Ungewisse

Unsere Heimfahrt war bis zum Ende spannend und prüfte mein Gottvertrauen.

Erstens hatten wir ja noch keine Greyhoundbus tickets, da die uns nicht zugeschickt wurden. Wir sollten 2 Tage vor Abreise bei Greyhound anrufen, was ca. 20 Min Ausfragen und Bestätigen von Daten bedeutete. Dann wurde uns gesagt, dass ein anderer Typ uns zurückrufen und eine Bestätigungsnummer geben wird mit der wir dann unsere Tickets beim Schalter abholen könnten. Ein Tag gewartet - kein Anruf! Ruhig bleiben! Wieder angerufen und nach 20 Min wieder alle Fragen beantworten hatten wir wie durch ein Wunder unsere Nummer. Hallelujah!

Die nächste Frage war: wie kommen wir von Pittsburgh nach Bethany????

Wir hatten drei Personen auf unserer Telefonliste, die eigentlich alle sagten, dass sie uns mitnehmen könnten. Doch dann sagten alle aus verschiedenen Gründen ab:-( Wir wussten nicht was wir tun sollten und dachten: jetzt fahren wir erstmal nach Pittsburgh und dann sehen wir weiter. Plan A war: Hostel (gab es nicht), Plan B: günstiges Hotel (ausgebucht, weil die Penguins Eishockey spielten), Plan C: Übernachtung in Flughafen und warten bis Samstagabend, wenn uns einer der amerikanischen Studentinnen mitnehmen könnte. Plan C bedeutete 24 Stunden warten und wir hatten noch keine Ahnung wir wir zum Flughafen kommen sollten, denn es gibt so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel. Es war alles ziemlich anstrengend und ich wollte einfach nur nach Hause! Doch gleichzeitig bekam ich konischerweise keine Panik, sondern war ziemlich ruhig. Ich hab Gott gebeten, dass er für uns einen Schlafplatz organisiert und ich war mir irgendwie sicher, dass er das auch tun wird. Als wir eine Stunde vor Pittsburgh mit dem Bus waren (6 Stunden Fahrt - alles nette, manchmal etwas seltsam riechende Menschen, bis auf einen Typen der unerlaubt im Bus geraucht hat, so dass der Busfahrer gedroht hat den Bus abzusperren und auf die Polizei zu warten - er hat dann glücklciherweise aufgehört), bekamen wir eine SMS von Sarah (amerik. Studentin, die uns vorher abgesagt hat, weil sie arbeiten muss): Habt ihr schon ne Unterkunft? Wir schrieben: Nein. Sie schrieb etwas zurück, was wir nicht lesen konnten, weil unser Handy kein Guthaben mehr hatte. Da wurde ich etwas zappelig. Wir hielten mit dem Bus an einer Tankstelle: keine Handykarten (oh nein!). Ich betete und wir hielten nochmal und: es gab Handykarten.

Sarah hatte Mitleid mit uns und schrieb uns wie wir die richtige U-Bahn zu ihr finden (es gibt doch öffenltichiche Verkehrsmittel in Pittsburgh- wow!), dass ihr Freund uns abholt und wir zu ihr in die Kneipe kommen sollen. Wir konnten bei ihren Eltern im Haus schlafen!!! Wir waren so froh!!! Gott ist gut!!!

Wieder in Bethany!

Am Sonntag fuhren wir dann zusammen mit Sarah nach Bethany und mussten erstmal von unserem Trip ausspannen:-)

Jetzt sind es nur noch 2 Wochen bis ich zurück nach D-land fliege!!! Die Zeit vergeht!

Es gibt hier noch ne Menge zu tun: Tanzaufführung, zwei Basketballspiele cheern, zwei Geschichten schreiben, eine Powerpoint-präsentatiion, 5 Strukturzkizzen, ein Video drehen, Prüfungen schreiben .....  wie ihr seht gibt es ganz schön viel zu tun!!

Ich freu mich auf alle Fälle riesig auf euch alle!!!!!!!!!

Seid ganz fest gedrückt eure reiselustige, Änne

Anne (fast) allein in New York!

Montag, 29.11.2010

Hello, hello nach D.land!!!

I'm back....

Ich lebe noch!!! Unser Trip hat super funktioniert (Dank Gottes Hilfe) und ich freu mich euch von unseren kleinen Abenteuern berichten zu dürfen.

Seit ein paar Stunden bin ich wieder im heimischen Bethany und ich muss sagen, ich hab mich wirklich gefreut wieder in die stille und wunderschöne Wildnis nach West Virginia zurückzukehren. Wär hätte das gedacht! Doch 10Tage Großstädte reichen:-)

Schön war auch zurück ins Wohnheim zu kommen und wieder bekannte Gesichter zu sehen. Und besonders süß war, dass mir zwei Mädels Thanksgivings-vorweihnachtsgeschenke mitgebracht haben. Eine Schneemanndose voll Plätzchen (juhuu) und eine Geschenkschachtel mit einem schönen Schal. Voll lieb!!!! Ich hab mich so gefreut! Vorallem hab ich ja niemals damit gerechnet!

Nun zu unserem kleinen Ausflug als Super-touris nach NYC und DC.

Hohe Wolkenkratzer, Taubenmutprobe und Ghettofeeling

Freitag- Abflug

Am Freitag gings also mit dem Flieger von Pittsburgh nach New York. (50Min Flugzeit - echt kurz). Ich hab mich ewig auf die Skyline gefreut und dann saßen wir doch wiklich so, dass wir gar nichts gesehen haben, außer Wasser:-( Egal, wir sind sicher gelandet und haben uns erstmal, trotz ausgekügelter Planung und helfender Hinweise von einem Gangsterrapper (hey jo, man this is the train, yeah), zwei mal mit der U-bahn verfahren bis wir schließlich unsere Haltestelle in Brooklyn erreicht haben. Ich muss dazu sagen, dass am Wochenende eine Baustelle auf der Strecke war und so unsere Fahrten die ganzen vier Tage spannend blieben. Als wir in der U-bahn nach Brooklyn waren, wurde uns schnell klar, dass wir, als Menschen mit hellerer Hautfarbe, eine Mini-minderheit darstellten. Mich hat das nicht weiter beunruhigt: Willkommen in Freetown:-)

Ohne Witz, Brooklyn ist wirklich ein bischen wie Afrika: Schwarze Menschen, viele kleine leuchtende Läden, alles etwas heruntergekommen, es riecht nach afrikanischen Essen, gemischt mit Fastfoodgeruch, ab und zu hört man Sirenen und Hip-hop bzw reaggaemusik. Aber keine Angst: Brooklyn ist nicht die Bronx und so sind wir sicher in unserer Jugendherberge angekommen.

Unsere Villa in BrooklynUnser Flur

Unsere Jugendherberge war der Knaller. Eine Mischung aus Villa-kunterbunt - Künstleratelier - Ikea-möbelhaus und Hippikomune. Der Besitzer, den ich gleich mal für sein gutes Deutsch gelobt habe (da wusste ich noch nicht, dass er Schweizer ist)- Fettnäpfchen! war sehr nett und zeigte uns ein pinkes-blümchen Badezimmer mit Stuck, das farbenfrohe Wohnzimmer mit Ikeasofa und die Gemeinschaftsküche mit Kühlschrank (so konnten wir Frühstücks- und Abendessensachen im Supermarkt einkaufen und dort essen). Überall hingen selbstgemalte Bilder, die Wände waren in knalligen Farben, der Fussboden aus Holz und im Eingang stand ein Flügel. Einfach cool! Die Stockbetten waren sehr bequem und durch die blaukarierte Ikea-Bettwäsche fühlte ich mich fast wie zuhause:-)

Samstag - Taubenterror

Unser erstes Ziel war die Freiheitsstatue und Ellis Island, denn so kamen früher ja auch die meisten Europäer nach Amerika.

Eigentlich hab ich mich riesig auf die Bootstour und diese zwei berühmten Sehenswürdigenkeiten gefreut. Dazu hatten wir strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und es war recht warm. Doch dann war alles ganz anders:

Überall waren Tauben!!! Es wimmelte nur so!!! Wir hatten unsere Tickets und warteten in einer langen Zick-zack-schlange mit ca 100 anderen Leuten, um durch die Sicherheitskontrollen (die überall sind!) und auf die Fähre zu gelangen. Die Millionen Tauben (wahrscheinlich alle die es in New York gibt) liefen zwischen den Beinen der Warteten hin und her, flatterten hoch und runter, streifeten einige Köpfe oder stürzten sich auf die Hände von fütternden Asiaten (die hätte ich am liebsten erwürgt). Ich dachte ich sterbe vor Angst. Kurzzeitig überlegte ich, ob ich einfach gar nicht auf die Inseln fahre. Doch was für ein Pseudo-touri wäre ich dann!!! Also, betete ich, schlug meinen Mantelkragen hoch, klammerte mich an Annika (die Arme, war echt peinlich für sie!) und schrie und sprang umeinander oder versteinerte vor Schreck, wenn eine der Tauben mich fast streifte!!!! Es war furchtbar! Ach, für die es noch nicht wissen: ich mag keine Vögel in meiner Nähe!

Kurz und gut, ich habe es überlebt und ihr könnt stolz auf mich sein. Ich bin vielleicht doch Ntschotschis-schwester!!!

 Lady Liberty und Lady ÄnnHer wurden alle Einwanderer durchgecheckt!

Die Freiheitsstatue ist echt ganz schön groß und aus nur ca. 6 mm dicken Kupfer. Krass gell! Ein Audioguide erzählte uns, wie die Statue als ein Geschenk Frankreichs in die USA kam und das Gustave Eiffel die Kontruktion geplant hat.

Auf Ellis Island erfuhren wir, wie die europäischen Einwanderer in Amerika angekommen sind  und dort auf der Insel regristriert und durchgecheckt wurden. Traurige Schicksaale gab es, wenn eines der Familienmitglieder ernsthaft krank oder behindert war, denn dann bekam es keine Einreisegenehmigung und musste zurück nach Europa. Furchtbar. Ganz viele deutsche Namen gab es in den langen Listen der Einreisenden.

Die Skyline konnte man von hier auch toll bewundern. Endlich! Mensch, hier gibt's echt hohe Häuser!!! Echt beengend!

 Weiter ging es am Nachmittag am Börsenstier vorbei (da gab es fast kein durchkommen vor Japaner, die sich mit dem Po und sonstigen naheliegenden Körperteilen des Stieres fotografieren ließen) zu Ground-Zero. Eine Gedenkwand mit Blumen und Relief erinnert an den 11.September. Ansonsten sieht man einfach nur eine gigantische Baustelle, die von glizernden Hochhäusern umgeben ist. Irgendwie kann man sich das so schwer vorstellen, dass da ohne Vorwahrnung ein Flugzeug in zwei Wolkenkratzer fliegt und 3000 Menschen umkommen. Unheimlich!

Zu Abendbrot haben wir dann in Chinatown gegessen. Laut, leuchtende chinesische Schriftzeichen, Gewürz- und Gemüsestände und überall Asiaten!!! So muss Peking sein!!

Müde und mit schmerzenden Füßen fielen wir schließlich ins Bett.

Sonntag -  Wissen tanken

T-rex, Little Foot und Manfred das Mammut bestaunten wir in knochiger Ausgabe im Museum of natural history, die Sternennacht von van Gogh (toll) und vieles mehr im Museum of modern art (MOMA). Lustig war, dass es dort ein Mikro gab, in dem jeder einmal reinschreien konnte und das haben besonders Opis mit ihren Enkelkindern gut genutzt.

Im Central Park

Hot dog und gebrannte Mandeln haben wir beim Schlendern durch den Central Park verzehrt und dabei die grauen zutraulichen Eichhörnchen (leider waren die nicht dick, wie ich dachte, doch Grüße hierbei an unser WG-Eichhörnchen Eddi) fotografiert.

Leider hab ich Audrey Heburn nicht bei Tiffanys getroffen, die muss wohl an diesem Tag woanders zum Frühstück gewesen sein, doch den Schmuck fand ich dort sowieso zu kitschig und überteuert:-)

Super toll, war, dass es schon um 5 Uhr dunkel wurde, denn New York ist super schön bei Nacht. Überall leuchtet und funkelt es! Und man sieht auch keinen Dreck. Beim Rockefeller Center war auch schon die Eisbahn offen und der Weihnachtsbaum stand in grün bereit, um morgen zu leuchten. Es gab auch kleine Buden, wie unser Weihnachtsmarkt, nur ohne Glühwein und Punsch. Sehr weihnachtlich alles.

Times Squareder Times Square Cowboy

Zum Abschluss des Abends sind wir noch zum Times Square und das war echt unglaublich!!! Durch die megagroßen Leuchtreklamen war es hell wie am Tag! Alles leuchtete und ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte, zu dem hopste noch ein Cowboy mit Gitarre in Unterhosen durch die Gegend:-) Verrückt und kalt! Doch ein Hoch auf Thomas A. Edison!!! (den seine Glühbirnenversuche haben wir später in DC im Museum gesehen:-)

Montag - ganz großes Kino

Da schlendern wir so durch die Straßenfluchten von Manhatten und ziehen unsere Jacken aus, weil es angenehm warm wurde, bis plötzlich Schnee am Straßenrand lag. Komisch? Tja und da sahen wir, dass die ganze Verkehrsinsel voll Schnee und Filmmenschen waren. Die ganze Szene spielte dirkt vor dem Flatiron-gebäude, dass wirklich schmal ist! Von weiten konnten wir also zuschauen, wie wahrscheinlich Jim Carry, eine dramatische Liebsesszene im Schnee spielte. Er fiel auf die Knie, fuchtelte mit den Armen herum und musste die Szene merfach wiederholen und Annika und ich waren live dabei:-) Leider haben wir nicht rausgefunden, wie der Film heißt, der gedreht wurde, aber spannend war's:-)

Filmszene vor dem Flatiron-gebäude

Unseren New York trip beendeten wir mit der Sicht auf die Stadt vom 86.Stockwerk des Empire State Buildings. Diese Stadt ist echt super groß und der Aufzug war beängstigend schnell oben. Lustig war, dass gerade als wir Fotos von der Stadt schießen wollten, schon wieder alles um uns herum abgesperrt wurde, weil eine Schauspielerin mit ihrer Fotocrew kam und Bilder geschossen wurden. Keine Ahnung wer diese Blondine war?! Hollywood hat uns an diesem Tag auf alle Fälle verfolgt.

Manhattan downtown

Wir hüpften dann ziemlich früh in unsere Betten, denn am nächsten Tag ging es um 6 Uhr mit der U-bahn zur Greyhound bus Station und dann auf nach Washington DC.

--> Und wie es weiter geht, seht ihr nach der nächsten Maus:-) nein im nächsten Blogeintag.

 

 

 

Auf die Städte fertig los!

Freitag, 19.11.2010

Hey folks,

es wird spannend!!! Ich fliege morgen nach ....

New York - tatataaaaa!!!!

Ich bin ja so gespannt! Aber von vorne. Ab morgen beginnen hier am College die Thanksgivingferien. Das heißt alle fahren nach Hause und essen Truthahn und haben eine schöne Zeit mit ihrer Familie. Das College wird für diese 10 Tage zugesperrt. Wirklich. Wir müssen unsere Zimmer sauber machen (alle brechen in Panik aus, weil unerlaubte Hamster und Schlangen ungesehen mitgenommen und Alkohol versteckt werden muss), denn die Security begutachtet alle Zimmer und schließt am Samstag Mittag ab und am darauffolgenden Sonntag wieder auf.

Thanksgiving-truthähneIch fliege also mit Annika (einer der anderen Deutschen) morgen (Freitag) um 15:25Uhr (21:25Uhr Deutschland) ab Pittsburgh nach New York city und ich kann es noch gar nicht glauben!!! Wir werden für drei Nächte in einer Jugendherberge in Brooklyn wohnen und haben schon ein sehr volles und durchgeplantes Programm. Mit Hilfe meines Reiseführers hab ich schon alle möglichen Routen genaustens überlegt, so dass wir so viel wie möglich sehen. Ihr könnt also auf meinen Bericht gespannt sein.

Am Dienstag fahren wir dann mit dem Greyhoundbus nach Washington DC. Und werden dort für 4 Nächte (hoffentlich) bei der Familie eines Sierra Leonischen Pastors in der Nähe von DC übernachten. Ich hab den Kontakt über einen anderen Pastor (Pastor John, der uns immer auf dem Motorad überallhin mitgenommen hat, als wir für 10 Tage in seiner Stadt waren, Bo, Sierra Leone), der eine Amerikanerin geheiratet hat und seit ca. 3 Jahren an der amerikanischen Westküste wohnt. Wie ich eigentlich am besten wissen müsste, ist Planen mit Sierra Leonern nicht immer so wie wir uns Deutschen das vorstellen. Deshalb warte ich heute abend noch immer auf die Adresse vom Washington Pastor, die John mir eigentlich schon längst per Facebook schreiben wollte, Ich hab so das Gefühl, dass wir erst wenn wir in Washington sind wirklich wissen, wie das alles so laufen wird, aber dass ist halt Sierra Leonische Gelassenheit. Das Gute ist, dass ich ziemlich sicher bin, dass Sierra Leoner einen nicht auf der Straße schlafen lassen, denn Gastfreundschaftlichkeit wird hoch gehalten. (Doch ihr könnt trotzdem beten, dass entweder ich schnell die Adresse oder ich mehr Gelassenheit bekomme und wieder Sierra leonischer werde)

Eine andere abenteuerreiche Frage ist unsere Heimfahrt. Eigentlich haben wir vor ein paar Wochen Greyhound bus-tickets von Washington DC nach Pittsburgh gekauft. Doch weil ich vergessen hab die Postbox nummer anzugeben, sind die Tickets trotz danach abgeschickter Infomail mit Nummer nie angekommen. Wir haben dann beim der Kundenservice von Greyhound angerufen und die haben uns gesagt, dass wir zwei Tage vor Abfahrt nochmal anrufen sollen und dann wird uns jemand zurückrufen und bescheid sagen, wo wir die Tickets in Washington DC abholen sollen. Wir haben auch zwei Kundennummern bekommen: eine am Telefon und eine andere per mail. Naja. Wie ihr seht: Alles durcheinander! Mal schaun! Aber keine Angst wir kommen schon heim, denn wir haben die Nummer von einer Mitstudentin, die in der Nähe von DC wohnt und uns Notfalls mit nach Bethany mitnehmen kann. :-)

Care packet

Diese Woche ist auch noch was tolles passiert. Nach 7 1/2 Wochen ist endlich Mama's care packet (Vollkornbrot, Mazipankartoffeln, Lebkuchen, Rittersportschokolade) angekommen. Das war echt eine Gebetserhörung, denn wir haben es schon fast aufgegeben zu hoffen, dass das Packet mich noch erreicht. Doch Gebet hilft!

Ich hab das Vollkornbrot gleich mit Annika geteilt, denn ihre Eltern haben in Deutschland eine Bäckerei und so vermisst sie Brot noch mehr als ich. Ein paar Amerikaner hab ich auch probieren lassen, aber da sie "echtes Brot" sowieso nicht kennen, können sie es nicht so schätzen wie wir und es ist mir auch viel zu kostbar, um es als bildungspolitischen Probierhappen zu verschwenden. Eine kleine Scheibe deckt auch 21% meines Tagesbedarf an Magnesium!!!! :-)

Basketball

Ein anderes nennenswertes Ereignis ist: die Footballsaison ist vorbei und ab jetzt wird bei uns in Bethany Basketball gespielt. Am letzten Montag war das erste Spiel und ich hab natürlich gecheert. Das war eine ganz schön große Herausforfderung, denn das Spiel ändert sich ja sehr schnell und somit auch die Cheers.

Soweit zu mir und meiner letzten Woche. Bitte betet für Annika und mich, dass Gott auf uns aufpasst und alles mit unseren Unterkünften und Busverbindungen glatt geht.

See you!!!! Eure Änn(e)

Lieber Alltag...

Samstag, 06.11.2010

Halli hallo ihr lieben zuhause,

ich hab schon länger nichts mehr von mir hören lassen. Doch bald seit ihr wieder auf dem neusten Stand meines Lebens in Bethany.

In den letzten Wochen wurde es immer herbstiger:-) die Blätter färben sich und fallen von den Bäumen und nachts wird es manchmal ganz schön kalt. (um die 0 Grad C) Doch zum Glück sind vor drei Wochen die Heizkörper in meinem Wohnheim angegangen. Und wie die angegangen sind! Ich kann den ganzen Tag mein Fenster offen lassen, frische Luft haben und es ist immer noch schön warm:-) Der Herbst hier ist echt super schön, weil jeden Tag die Sonne scheint und es tagsüber immer noch so warm ist, dass man mit Pulli ohne Jacke draussen sein kann.

Mein Alltag...

Die letzten Wochen in Bethany waren sehr college-alltäglich:

- es gab bis jetzt dreimal Feueralarm bei uns im Wohnheim. Das merkt man, weil es plötzlich im Zimmer anfängt zu blitzen (wirklich, die haben so spiezielle Feueralarmblitzlichter) und ein furchtbar schriller Ton (wie wenn man mit dem Fingernagel an der Tafel entlang kratzt) alle Bewohner nach draußen treibt. Da sitzen wir ca. 50 Mädels dann mitten in der Nacht im Schlafanzug oder manche mit Handtuch und Duschgel in der Hand vor unserem Wohnheim und warten 30Min bis 1 Stunde bis, die Feuerwehr kommt und festgestellt hat, dass wieder jemand Popkorn in der Mikrowelle hat anbrennen lassen. Das ist macht Spass! Ich überleg mir jetzt schon immer verschiedene Strategien, während ich dusche, wie ich am schnellsten angezogen bin, falls mal wieder Feueralarm ist.

- unter der Woche haben wir viele Events, wie Volleyball- oder Fussballspiele. Es werden auch Zauberer, Musiker und Theaterleute eingeladen, um uns hier in der Wildnis zu entertainen. Letzte Woche gab es eine Modenschau bei denen die Professoren verschiedene Outfits zeigten. Die sind hier echt lustig drauf!

Vor zwei Wochen war einer von "DMC Run" hier. Wie kennt ihr nicht? Keine Angst ich hatte auch keine Ahnung was das ist, doch dass liegt daran, dass ich keine Ahnung von Hip Hop habe. "DMC Run" ist die erste Hiphopband, die eine goldene Schallplatte bekam, von denen ein Rapvideo bei MTV ausgestrahlt wurde, die auf der Titelseite der Musikzeitschrift "Rolling Stones" kam und die eine Grammynominierung erhielt. Also sehr berühmt. Einer (DMC) von den drei Rapper, der auch an einigen Lieder mit 50 cent zusammen gearbeitet hat kam zu uns auf den Campus um über HipHop zu reden. Das war sehr lustig. Ich war echt froh, dass ich schon ne Weile hier bin und nun auch Gangster-hiphop-englisch verstehe. Doch der Old-school-hiphoper ist auch schon fünfzig und hat eigentlich ganz gute Sachen gesagt. Er hat uns erklärt, wie es damals war, als im Central Park in New York der Hiphop entstand und das der Hip hop der letzten 5 Jahre völlig unkreativ und dämlich ist. Denn da werden nur Ausdrücke aneinander gereiht und gesagt, dass man Gangster werden soll. Er erklärte uns, dass es nicht lustig ist Gangster zu sein, dass Hip hop eigentlich dafür da sein sollte über bessere Zukunftspläne zu reden und jeder Hiphoper eine Verantwortung gegenüber der Jugend hat, die auf ihn hört. ich dachte nur: Preach it brother - yeah! Seine Rede dauerte um die 2 1/2 Stunden wobei er dazwischen seine Aussagen rapte, coole Handzeichen machte und durch die Gegend hüpfte, wie Hip hoper das eben so machen. Doch ich bin ja afrikanische Prediger von Sierra Leone gewohnt, deshalb konnte mich dieser afro-amerikanische Gangster-hiphoper-rap-Vortrag auch nicht mehr schocken. Es war unglaublich witzig! Danach konnte man noch Poser-bilder mit ihm machen, auf denen er sehr grimmig mit gekreuzten Armen und Peace-zeichen neben einen stand. Bei so viel Coolness hatte ich nicht den Mut auch ein Bild mit ihm zu machen:-) Tut mir leid!

- ansonsten gibt es auch noch lustige Schatzsuchen auf dem Campus oder einmal durften man ein paar Studenten für einen Dollar Torten ins Gesicht klatschen. Vor ein paar Tagen haben wir Deutschen deutsch gekocht. Naja eher schwäbisch gekocht. Timo hat seine Spätzlepresse von zuhause mitgebracht und so gab's Käsespätzle und selbst gemachte Maultaschen. Nicht gerade mein Lieblingessen, aber besser als Pommes und Burger! Mir wär Kloß´mit Soß lieber gewesen, doch ich bin ja umgeben von Ba-wüs.

- ja so ist mein Alltag hier:-)

- doch die meiste Zeit bin ich nach wie vor in der Tonwerkstatt und arbeite an verschiedenen Projekten. Letzte Woche hab ich für meinen Skulptur-kurs ein Akkordeon aus Karton gebastelt und diese Woche hab ich endlich angefangen mit Hammer und Meisel eine Figur aus einem Gipsblock zu schlagen. Leider tat mir nach einer Stunde arbeiten die Hand so weh, dass ich drei Tage aussetzen musste. Ich weiß nicht wie Michelangelo das gemacht hat?!

Halloween...

ist ein großes Event in den USA. Die ganze Woche vor dem 31.10. gab es verschiedene Aktivitäten auf dem Campus. Zunächst konnte man an einem Fangspiel mitmachen, dass die ganze Woche lief. Es gab zwei Gruppen: Zombies oder Menschen. Wenn man mitmachen wollte, musste man sich ein passendes Band holen, gelb (Mensch) oder pink(Zombi) und dass den ganzen Tag tragen. Wenn ein Zombi einen Menschen fängt, wird dieser zum Zombi. Diese können sich allerdings wehren, in dem sie den Zombi mit Stofffootballbällen abschiessen. Wie auch immer, es war ein großes Spektakel für 5 Tage Studenten über den Campus schleichen oder rennen zu sehen. An verschiedenen Abenden gab es Geistergeschichten, über Menschen, die sich hier in der Gegend auf verschiedene Weise umgebracht haben oder wurden. Da kamen natürlich die Indianer ins Spiel. Außerdem haben wir einen netten Glockenturm, der zu jeder vollen Stunde eine Melodie spielt (heute um 4 "Tochter Zion"), und von dem sich schon mehrere Leute runtergestürtzt haben sollen, so dass die Gespenster jetzt um Mitternacht um die Turmspitze fliegen. Sicher! Ansonsten hab ich einen Kürbis geschnitzt und die Amihäuser bewundert. Ein Haus war völlig eingepackt in einem Spinnennetz und einer bestimmt 1 1/2 Meter großen Spinne zwischen den Eingangssäulen und es gab verschiedene leuchtende und sprechende bzw singende Totenköpfe vor der Haustür.

Trick and Treat an HalloweenAußerdem gab es eine Kostümparty und am 31.10. bin ich mit meinem Sozialklub "circle K" um die Häuser gezogen und hab Geld für Unicef eingesammelt. Leider hab ich hier ja keine Verkleidung, doch ich hab mir einfach ein Tuch umgebunden und große Ohrringe: Roma- oder Sintifrau. "Trick and Treat" nennt sich dass Ganze. Das heißt Kinder laufen von Haus zu Haus, sagen Trick and Treat und bekommen zu Naschen. Die meisten Leute sitzen schon mit einer großen Naschzeugschüssel vor der Tür und warten auf Abnehmer. Ich hab jetzt eine ganze Tüte voll klebrig und knallbunten Naschsachen, die für den Rest meines Aufenthalts reichen und wir hatten 50Dollar für Unicef. Einiges Naschzeug habe ich verschenkt, weil ich Angst hatte an einem Farbstoffschock zu sterben:-)

Also das ganze Geisterzeug ist nichts für mich und ich glaub auch nicht, dass das gut ist. Doch es war interessant, dass hier mal mitzuerleben. Allerdings finde ich, dass wir das nicht in Deutschland nachzumachen brauchen! Fasching reicht.

Bye bye Amish

Ich hab mich schon vor Wochen darauf gefreut zu den Amish zu fahren, eine Farm zu besichtigen, mit einer Kutsche zu fahren und deutsches Brot zu essen. Doch: die Armish sind im Winterurlaub!!!! Gerade als wir losfahren wollten, lasen wir unseren Flyer von den Amish nochmals und entdeckten, dass ab 24.Oktober bis 1. April alle Amishsachen geschlossen sind:-( Ich war so enttäuscht, denn es war der 30.Oktober - zu spät! Naja, dann sind wir nach Pittsburgh ins Andy Warhol Museum gefahren! Sich die knalligen Pop-art Bilder von Marilyn Monroe und James Dean anzukucken war auch schön, doch mir hätte ein einfaches Amishpaar mit Hut und Häubchen besser gefallen:-( 

Mangelerscheinungen...

lautet meine Eigendiagnose für meine ständige Müdigkeit, Muskelkrämpfe und Augenlidzucken. Vor drei Wochen ging's mir eine Woche lang einfach nicht gut! Ich war so müde, dass ich 12 Stunden schlief und tagsüber nochmal 4 Stunden. Das war nicht normal (wer mich kennt weiß, dass ich eher zum zu hyper sein tendiere als zu völlig fertig) und so hab ich im Internet recherchiert. Meine Diagnose war Magnesiummangel und das konnte ich mir bei diesem Essen hier sehr gut vorstellen. Außer Fett und Zucker ist nämlich nichts im Essen! Ich ess auch schon jeden Tag Salat wie ein Kaninchen und ess hilft nicht! Die Lösung waren Magnesiumpillen und seit dem ich die schlucke geht es mir wieder gut! Es besteht also kein Grund zur Sorge.

Ich drück euch ganz arg ganz alle! Es sind nur noch 4 Wochen und 2 Tage bis ich wieder in D-land bin -   juhuuuuuuuu!!!!! Schwarzbrot - ich komme! Magnesiumpillen bye bye!!!! :-)

Tschüssi, eure Änn

Anne auf Reisen!

Samstag, 23.10.2010

Hello, Hello!

Es gibt wieder alles möglich spannende zu berichten, denn die letzten Wochenenden war ich unterwegs:-)

Wolkenkratzer ganz nah

Als ich das erste Mal in meinem Leben an der Frankfurter Skyline vorbei gefahren bin, fand ich das ja schon sehr New-York-mäßig: also sehr beeindruckend.

Als ich letztes Wochenende durch Pittsburgh, PA gefahren bin, bin ich aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Die Häuser glitzerten in der Sonne und sind einfach richtig richtig hoch. Ich fing gleich an überall Stockwerke zu zählen und kam auf 35 Höchstzahl. Ich weiß, dass das nichts ist im Vergleich zu NY, aber für ein Bethany-Landei wie mich, war es ein Traum. Nach zwei Monaten auf dem Land hab ich mich rießig über viele Häuser, Autos und neue unterschiedliche Gesichter gefreut. So viele Menschen!!!! Harald, unser Deutschprof und seine Frau Kim haben uns 9 Deutsche mit zwei Autos nach Pittsburgh gefahren, damit wir mal was von den USA sehen. Nach knapp einer Stunde Fahrt waren wir auch schon da und sind erstmal zusammen in der einzigen (!!!!) Brauerei Pittsburghs Essen gegangen. Das lustige war, dass die Brauerei eine leere Kirche gekauft, restauriert und zu einem Restaurant umgebaut hat, in der wir "himmliches" Bier trinken konnten. Die Kirche ist im gotischen Stil, im Chorraum stehen alte Braukessel und während im linken Kirchenschiff der Barbereich ist, befinden sich im mittleren und rechten Kirchenschiff Tische und Stühle zum Essen. Die Empore mit einer großer Orgel ist unverändert. Was mich jedoch am meisten amüsiert hat, war, dass auf jeder Säule, die das mittlere Kirchenschiff tragen, bayrische Fahnen befestigt waren und zwei amerikanische Musikanten in Lederhosen und Schifferklavier "Ein Prosit, ein Prostit auf die Gemütlichkeit.." sangen. ich hab gedaccht ich lach mich tot! Natürlich war die Stimmung kein Stück oktobefestmäßig (alle guckten nur komisch), aber es gab Oktoberfest Paulaner Bier und eine Oktoberfest Pizza (Pizza mit Bratwürsten und Sauerkraut:-) Tja, die Amis halt:-) Das Bier hat übrigens generell um die 4-6 Euro gekostet Und das war kein Maß, sondernein kleines Gläschen!!! Doch bevor wir gegangen sind, bin ich zu den Musikanten hin, hab ihnen erzählt, dass ich aus Bayern komme und sie nicht schlecht gesungen haben:-)

Am Abend bummelten wir noch etwas durch die Stadt und bestaunten die Skyline, bevor wir müse in unsere Hotelbetten fielen.

Annika und Ich genießen Pittsburgh linke Seite Pittsburghrechte Seite Pittsburgh

Am nächste Morgen machten sich Annika und ich früh auf, um mit einer Bergbahn (wie unsere in HD nur halb so hoch: ca. bis Molkekur) auf den Berg am einen Ende von Pittsburgh zu fahren. Von dort oben hatten wir bei siper Sonnenschein eine klasse Sicht über die Stadt. In Pittsburgh treffen sich zwei Flüsse, die dann zusammen als Ohio river weiterfießen. Während Pittsburgh früher von der Stahlindustrie geprägt war, deshalb auch der Name der Pittsburgher Footballmannschaft "Steelers"?!, ist es heute eine Dienstleitungsstadt.

Den restlichen Vormittag bummelten Annika und ich in der Stadt umher und schauten und die verschiedenen Hochhäuser näher an. Irgendwie wirkte alles wie ein Filmset oder "das sieht aus wie im Europapark" (Zitat Annika). Ich weiß nicht wirklich warum. Vielleicht weil alles ziemlich sauber ist, viele Häuser sehr verschnörkelt auf pseudo-alt gemacht sind oder viele Fassaden bunt gestrichen sind? Vielleicht auch der starke, irgendwie unnatürlich wirkende Kontrast zwischen glas-gläzenden Hochhäusern, Backsteinindustriebauten und Pseudoklassizismusvillen???

Zu meiner kulturellen Bildung besuchten wir den "August Wilson Center for African Amerikan Culture". Das ist ein Zenturm, um die Kultur von Afro-amerikaner zu fördern und unterstützen. Es gab drei Kunstaustellungen von Afro-amerikanischen Künstlern und eine Video-multinediapräsentation zur Geschichte der Afro-amerikaner in den USA. Außerdem hat das Zentrum ein Theater, in dem gerade als wir da waren ein Chor geprobt hat und einen riesigen Ballettsaal, in dem Ballettunterricht stattfand und wir etwas zugucken konnten. Nach dem Bürgerkrieg kamen viele frei Sklaven nach Pittsburgh, um Arbeit in der Stahlindustrie zu finden und viele sind hier auch geblieben.

Das wars auch schon von unserem kleinen Ausflug, denn dann gings schon wieder "heim" in unser Nest Bethany.

Weiter geht's

Doch da blieben Annika und ich nicht lange, denn einen Samstag später saßen wir (nach wiedermal einem Feueralarm um 2 Uhr nachts!! wegem verkohlten Mikrowellenpopkorn!) um 7:30 mit Hannah (mit der ich manchmal Bibel lese) im Auto Richtung Norden. Wir fuhren aus West Virginia raus nach Pittsburgh. Weiter in den Staat New York und an der Stadt Buffalo und dem großen See Erie vorbei zu ..........

den.......

Niagara Fällen!!!!! Juhuuuuu

Nach knapp 5 Stunden Fahrt waren wir also bei super Sonnenschein, blauem Himmel, bunt gefärbten Laub auf der Amerikanischen Seite der Niragarafälle angelangt. Niagara bedeutet in der Sprache der Indinaer "donnerndes Wasser" und da haben sie Recht, die Fälle sind sehr Laut. Und schon von 10 der Ferne kann man die Gischt aufsteigen sehen. Da die Fälle auf der Grenze zu Kanada liegen, kann man die rauschenden Wassrmassen von zwei Seiten betrachten. Wir blieben zunächst in den USA und spazierten durch den Park, der die Fälle um gibt. Es gibt verschiedene Zuschauerplattformen, die es erlauben direkt da zu stehen, wo das Wasser dann in 21m bzw 52 Meter Tiefe stürzt. Krass! Es bildeten sich auch immer Regenbogen und die Stärke des Wassers war einfach unglaublich! Da hat sich Gott echt was Tolles ausgedacht.

Niragara-Fälle von der Kanada-seite linke Seite Niragarafällerechte Seite Niragarafälle Niagara-team

Über die Regenbogenbrücke (die leider nicht aussieht wie ein Regenbogen:-( ging es dann nach Kanada! Von dort kann man die Fälle sehr gut zusammen sehen. Leider ist die Kanadaseite sehr vertouristisiert und man hatte das Gefühl man ist in einem Erlebnispark. Es gab Geisterbahnen, Schießbuden und Karussells. Eigentlich wollten wir Pfannkuchen (nicht wie deutsche sondern, super dicke Pancakes) mit Ahornsirup essen, doch leider gabs das nur zum Frühstück und wir waren zu spät dran. Das haben wir dann am nächsten Tag in West Virginia nachgeholt. Hannah und ich sind auch auf einem Aussichtsturm hochgefahren und haben die Fälle von oben gesehen, was echt super aussah. Um 6 Uhr abends fuhren wir dann wieder heim und ich muss sagen, dass war ein ziemlich langer Roadtrip, doch man muss das günstige Bezin und den sinkenden Dollarkurs ausnutzen:-)

Ich bin echt happy, endlich mal ein bischen was von den USA gesehen zu haben. Freu mich schon euch daheim mehr Bilder zeigen zu können.

Ich umarm euch alle! Bis bald!

Eure Änn

 

Äpfel, wilde Bullen und ein süßer Käfer

Dienstag, 12.10.2010

Hey ihr lieben,

wie versprochen möchte ich euch noch von meinem vorletzten Wochenende berichten. Denn wenn immer ich mal aus Bethany rauskomme, wird es spannend:-)

Kate und Cody studieren beide Biologie, sind seit zwei Jahren zusammen und haben mich in der Mensa beim Essen kennengelernt.

Da Cody mit seinem Deutschseminar vor zwei Jahren für zwei Wochen in Heidelberg und Umgebung war, ist er aufgeschlossen und hat mich zu sich nach Hause zum Apfelfest eingeladen. Was ich super nett fand.

Applefest in der Wildnis

Wir, Kate, Cody und ich,  düsten in einem tarnfarbenen Jeep (die haben hier alle so riesige Autos als würden sie noch ne Kuh mitnehmen wollen)  also am Freitag los und liesen alle betrunkenen Homecoming-feierer zurück. Wir fuhren 2 1/2 Stunden Richtung Norden an tausenden von Bäumen vorbei (Es sieht in Pennsylvania aus wie im Odenwald) und landeten schließlich mitten im Wald im nördlichen Pennsylvenia vor einem kleinen Häuschen, dass etwas fachwerkähnlich gebaut wurde.

Cody Staudts Waldfamilienhaus

Ein Teil von Codys Familie kommt nämlich ursprünglich aus Deutschland und heißt deshalb auch Staudt. Für mich war es unvorstellbar mitten im Wald, mindestens 10 Minuten Fahrtweg vom nächsten einsamen Haus zu wohnen. Aber wir sind hier ja auch in den USA.

Ungewohnt waren natürlich auch die vielen Gewehre, die überall im Haus rumstanden und mächtige Rehköpfe an der Wand. Codys Familie jagt sehrgerne. Gestaunt hab ich auch als mir Codys Papa Bilder von Bären und Wölfen zeigte, die er aus dem Wohnzimmerfenster gemacht hat. Ja, ich bin hier in der Wildnis angekommen! Doch leider hab ich selber keinen Bären gesehen, nur mehrere tote Waschbären, die hier überall den Straßenrand säumen. (Arme David-freunde:-))

Am Samstag sind wir dann in die kleine Stadt Franklin gefahren, wo das "Applefest" stattfand. Man könnte es mit einem Weihnachtsmarkt umschreiben, denn überall waren kleine Buden mit kitschigen Stricksachen und Weihnachtsdekoration. Dazwischen spielte eine Band und es gab fettiges Essen. Wie immer:-) Und natürlich jede Menge Äpfel und Kürbise, die allerdings sehr lecker waren. Außerdem gab es ein kleines Soldaten Lager mit Feuerstelle und verkleideten Menschen aus der Gründungszeit von Pennsylvania. Sah also aus wie im Western oder in meinen Lucky Luke-Comics.

Altes Soldatenlager

Bevor ich es vergess, sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass es nirgendwo Alkohol zu trinken gab. Kein Glühwein:-( Und kein Bier:-( Und kein Most oder Apfelwein:-( Was bei einem Apfelfest ja wohl nahe liegen würde. Denn in Pennsylvania und West Virginia (ich weiß nichts über die anderen Staaten) gilt, dass kein Alkohol in der Öffentlichkeit getrunken werden darf. Allerdings hab ich ein paar Leute gesehen, die sich einfach eine Tarnung um ihre Bierdose gebastelt haben, eine Filzhülle,so dass "keiner" sieht, das es Bier ist. Ja, ich hab in meinem Leben noch nie so viel Gespräche über Alkohol gehört. Das ist echt ein ewiges Diskussionsthema! Anstrengend!

Wie vor 200 Jahren

Das andere spannende auf dem Apfelfest, waren die Amish. Amish sind eigentlich frühere Kurpfälzer (aus der Gegend Ludwigshafen), die im 17ten Jahrhundert nach Amerika ausgewandert sind, um ihren Glauben frei leben zu können. Wie für die Baptisten ist ihnen der persönliche Glaube, die Bekenntnistaufe und die Bibel sehr wichtig. Wichtig zu erwähnen wäre, dass die Amish-Leute den technischen Fortschritt ablehnen und deshalb wie vor 200Jahren mit Pferd und Wagen ohne Elektrizität leben. Ich werde davon in den nächsten Wochen noch mehr berichten, denn wir fahren Ende Oktober ins Land der Amish.

Auf dem Apfelfest sind die Amish aufgefallen, weil sie mit Kutsche und Pferd (die haben ihre eigenen Anbindestellen) und mit der ganzen Großfamilie (Oma, Opa, Vater, Mutter und 5 Kinder) kamen. Die Frauen und Kinder tragen graue, schlichte Kleider und weiße Hauben und die Männer und Jungs schwarze Stoffhosen mit Hosenträgern, blaues Hemd und Strohhut. Außerdem haben die Männer Bart und die Haare im Topfschnitt-styl bis zum Ohrläppchen lang. Ich dachte einfach nur an unser kleine Farm und wollte am liebsten mit in die Kutsche einsteigen. Das Leben bei denen ist bestimmt sehr intressant.

Jipiiiiiiiiiiii

Leider war meine Ausrüstung nicht optimal, denn ich hatte nur Jeans und ein karierrtes Hemd an. Zum Stifel und Hut zu besorgen hatte gab es leider keine Zeit mehr.

Stellt euch eine große Halle vor, die nach Landluft riecht, es läuft Country Musik, an einer Seite sind viele Boxen, in der Mitte gibt es einen umzäunten Reitplatz und an den anderen drei Seiten befinden sich Tribünen. Wo bin ich? Beim RODEO! Der Knaller sag ich euch!  Erstmal die ganzen Leute alle im Cowboyoutfit und dann der mikrige Zaun, der mich sehr etwas verunsicherte. Aus der einen Box gab es nämlich schon lautes Gemuhe und ein weiß-schwarz gefleckter Bulle war so unzufrieden, dass er aus seiner Box rausklettern wollte. Ich war sehr froh als wir uns bei der Tribüne etwas weiter oben hinsetzten.

 

Die Show startete mit..... Schafen. Richtig dicke Wollschafe wurden von kleinen 2,5-5jährigen Kindern geritten. Geritten ist vielleicht das falsche Wort schließlich sind wir beim Rodeo. Das heißt das Schaf macht männchen, weil es aus der Box rauskommen will und währenddessen wird ihm ein Mini-Cowboy-Kind auf den Rücken gesetzt.. Dem Schaf gefällt das gar nicht und so sieht man, wenn die Box aufgeht, ein Schaf wild über den Platz rennen, hüpfen und oben drauf oder auch seitlich oder auch schon fast am Bauch des Schafes klammert sich ein kleines Kind in die Wolle und wird durchgeschüttelt bis es irgendwann durch die Luft fliegt und auf dem hoffentlich weichen Hallenboden landet. Das sah so komsch aus. Die Kinder werden also schon früh als Cowboys erzogen, ist sowas wie Cowboy-kindergarten. Und wer sich am längsten auf dem Schaf hält bekommt 20Dollar. Also zimperlich sind die Kinder hier nicht, keiner hat geweint.

Nach der Schaf-show gings dann richtig los mit hopsenden Pferden auf denen sich die Cowboys einhändig halten mussten. Die Pferde sind übrigens keine Wildpferde, sondern denen wird am hinteren Teil des Bauches durch einen Riemen alles abgequetscht und deshalb hüpfen die so. Nicht gerade nett, aber sehr lustig!

Wilder BulleWildes Pferd

Vor den Bullen hatte ich etwas Angst, denn manche der Cowboys wurden ganz schön gestoßen oder umgerannt als sie dann unten waren. Ein Bulle wurde mit einem Bison gekreuzt, sah deshalb wie ein Mini-büffel aus (mini heißt so groß wie ein normaler Bulle) und war besonders wild. Echt der Hammer!

Um das Puplikum, noch mehr zu beslustigen durften sich auch Freiwillige melden und beim Bullen-fussball mitmachen. Es gab zwei Tore durch Tonnen markiert und dann wurde ein Bulle rausgelassen. Zwei Teams versuchten nun den Bullen durch ihr Tor zu locken. Der Bulle mochte das Spiel überhaupt nicht und hat gleich mal versucht die Tore wegzurammen und hat dann verschiedene Spieler auf die stumpfen Hörner genommen. Kein Amateur-cowboy hat geweint! Wahrscheinlich kennen nicht nur Indianer keinen Schmerz!

Dann gab es noch verschiedene Wettrennen um Tonnen herum und Steckenpferd rennen für die Kinder.

Das Rodeo war echt lustig und ich fühlte mich einfach nur wie im wilden Westen!

Good old Germany und wie einer meiner Träume wahr wurde

Auf dem Heimweg besuchten wir Codys Großeltern. Und gleich beim Reinkommen fragte mich sein Opa woher ich aus Deutschland komme. "Aus dem Süden" (ich hab gelernt, dass es oft nicht so viel Sinn macht spezifischer zu sein, da ich auch schon gefragt wurde, wo Amsterdam in Deutschland liegt). Doch Codys Opa  fragte mich gleich: In der Nähe von Nürnberg? Ich war erstaunt  und erklärte, dass ich von Bamberg sein und woher er Nürnberg kennt. Da lächelte er und erzählte mir, dass er von 1954 bis 1956 in Fürth als als Soldat stationiert war. Das fabd ich ja hoch interessant! Und fragte ihn gleich, ob er nicht noch alte Bilder hat. Und da kraxelte er gleich auf den Dachboden und wir sahen uns für die nächste Stunde alte Bilder von Nürnberg und Fürth an. Ich erkannte viel wieder, weil er typische Sehenswürdigkeiten ,wie die Lorenzkirche fotografierte. Nur die Autos und die kaputten Häuser sind heute natürlich weg, erklärte ich ihm, Er freute sich so, dass er mir alle Bilder zeigen konnte. Er hatte auch viele Bilder von sich in seiner Uniform und mit seinem Soldatenfreund aus Hawai, der zum ersten Mal in seinem Leben Schnee sah. Als wir alle Bilder fertig gekuckt haben, meinte er plötzlich: Hast du Lust ein altes deutsches Auto zu sehen? Ich folgte ihm nach draußen in den Garten, wo ein kleines rotes Gartenhäuschen stand, dass sich als Garage entpuppte. Und als er die Türen aufmachte stand da ein beiger, super gepflegter VW Käfer. Er hatte ihn Anfang der 70er gekauft. Oh!!!! Ich liebe doch Käfer! Aber das aller beste war die nächste Frage, die er mir stellte: You wanna drive? Ich dachte ich hör nicht recht. Jaaaaa!!!!!! Ich will!!!!! Oh, der Motor hat sich so toll angehört. Und dann bin ich mit Codys Opa eine Runde um den Block gefahren. Nein zwei Runden, weil es so schön war! Es war fantastisch! Und ein Traum ging in Erfüllung! Nie hätte ich gedacht, dass ich in den USA VW-Käfer fahren werde. Und Codys Opa war so begeistert, dass ich so begeistert war, dass er mir noch ein altes Nummernschild von 1975 aus Pennsylvania schenkte. Er sammelt nämlich Nummernschilder und die Oma fragte mich im Geheimen bevor wir wieder heim gefahren sind, ob ich nicht ein altes Nummernschild aus D-land besorgen könnte. Und das coole ist, dass ich letzte Woche eine altes Nummernschild aus Fürth bei E-bay ersteigert hab. Codys Opa wird sich so freuen!!!!

Ich und mein schöner Käfer

Wie ihr seht hatte ich ein erfahrungsreiches Wochenende.

Ich grüß euch alle!!!! Bis bald! Eure Änn

 

 

 

Und wie alles begann!

Dienstag, 05.10.2010

Herzlich willkommen zu meiner kleinen Einführung in die Geschichte von Bethany:-)

Ich hab mich nämlich die letzten Tage etwas weitergebildet!

Und wie alles begann..

durften wir Deutschen erfahren, in dem wir das "Museumsgelände" unseres Colleges mit unserer Orientation-class (einmal die Woche lernen wir eine Stunde etwas über die amerikanische Kultur und werden die nächsten Wochen verschiedene Ausflüge unternehmen) besuchten.

Wir bekamen eine 45 minütige Führung in die noch tip-top erhaltenen Wohnhäuser des Gründers von Bethany, Alexander Campbell. Doch am besten ich beginne von ganz vorne:

Es war einmal...

ein kleiner halbschottischer Junge im fernen Irland, der 1788 das Licht der Welt erblickte. Der Knabe Alexander wuchs im christlichen Elternhaus Campbell auf und studierte Theologie und Philosophie, denn er wollte wie sein Vater werden. Denn der Vater des heranwachsenden Jungens bestieg 1807 ein Schiff und fuhr über den Ozean in das "Land der Freiheit und der unbegrenzten Möglichkeiten", um dort seinen christlichen Glauben leben und predigen zu können. Als nun Alexander sein 21tes Lebensjahr erreicht hatte, beschloss er seinen Vater in Amerika zu untersützen und die ganze Familie (mit Mutter und Geschwister) segelte dem Vater hinterher. Alexander und sein Vater lebten erst im Lande Pennsylvania und Alexander wurde zunächst Pastor in einer persbyterianischen Kirche. Doch sein Vater wollte Reformen im Glauben und wurde ein sehr berühmter Prediger, so dass viele Leute mehr von Gott erfuhren (zweite Erweckungswelle in den USA und Gründung der Denomination Desiples of Christ und noch einigen anderen). Alexander und sein Vater waren sehr fleißig und verfassten verschiedene Schriften, Hymnen, eine Übersetzung des Neuen Testaments und Predigten. Eines Tages heiratete Alexander und zog in das "wunderschöne und wilde Land: West Virginia" (so steht es überall auf den Nummernschildern:-) damals natürlich noch nicht:-) außerdem war es damals noch Virginia, denn West Virginia wurde erst vor dem Bürgerkrieg gegründet - als der Teil, der nicht mit dem Süden kämpfen wollte, seine Sklaven frei ließ und sich von Virginia abkoppelte). Er baute ein Haus (Campbell Manson) und wurde zu einen der bedeutendsten Kirchenführern und Gründern in den USA. Sein Haus war ein offen für viele Besucher, so dass die Tafel bis zu 32 Personen fassen konnte und so gut wie immer voll belegt war. Alexander war sehr gastfreundlich, so dass ihn die bedeutendsten amerikanischen Politiker seiner Zeit besuchten, darunter auch zwei der amerikanischen Präsidenten.

Campbell Mansion

Wir schreiben das Jahr 1840, in dem Alexander ein College gründet, dass er nach dem damaligem von ihm gegründeten Bethany benannte. Im College sollten Pastoren ausgebildet werden und es ist heute das älteste College in West Virginia.

 

Alexander schrieb noch viele Predigten und gab zwei christliche Zeitschriften heraus. 

Und obwohl er schon gestorben (1866) ist, geben ihn mehrere Kirchen in den USA und Kanada als Gründungsvater an ( z.B.: Desciples of christ etc.).

Wer noch mehr wissen will, kann wikipedia fragen:-)

(Trauriges) Campbell Manson...Schild in Bethany

ist noch im Orginalzustand mit allen Inneneinrichtungen wie vor ca. 200 Jahren. Unsere Museumsführerin betonte mehrmals wie alt alles ist, was uns natürlich zum Schmunzeln brachte, wenn wir an das Alter der Gebäude und Einrichtungen in Heidelberg dachten.

Doch für mich war der Besuch eine spannende Zeitreise (denn man sieht hier ja sonst nie Geschichte! Alles ist so "neu"!), die mich allerdings auch sehr traurig gemacht hat. Denn in einem Nebensatz wurde erwähnt, dass hier vorher ein Indianderstamm lebte. Sofort erklang in meinem Kopf die Winnetou-melodie! Was mit den Indianern passiert ist, fragte ich. Einige haben Weiße geheiratet, war die Antwort. Das stimmt, denn ich hab schon viele meiner Mitstudenten ihre Ahnenreihe aufzählen hören (meine Mitstudenten sagen nämlich nicht: Ich bin Amerikaner/in, nein, die meisten stellen sich automatisch ungefähr so vor: Hallo ich bin Britney und ich bin Deutsche, Irländerin, Engländerin, Italienerin und ein bischen Indianer) Meine nächste Frage war: Doch was ist mit den vielen Anderen? Antwort: Vertrieben oder erschossen.

Ein anderer Nebensatz war: Ja, Campbells hatten zwei Sklaven, die sie jedoch vor dem Bürgerkrieg freigelassen haben. Doch mit Hilfe meiner ausgeprägten Vorstellungskraft, sah ich ein afrikanisches Mädchen in der Küche Kartoffel schälen und einen jungen Mann Holzhacken. Irgendwie war es unheimlich auf einem Fussboden zu stehen, wo vielleicht gefangene Sierra leoner arbeiteten. Es war irgendwie komisch, dass ich vor zwei Jahren in Freetown am Hafen die rostigen Eisenringe und Ketten von sierra leonischen Freunden gezeigt bekommen hab, an denen die Sklaven festgemacht wurden bevor sie aufs Schiff verladen wurden. Damals hieß Freetown noch nicht so. Und jetzt bin dort wo sie ankamen und arbeiteten.

Zwei Kapitel trauriger amerikanischer Geschichte.

Letzte Woche hab ich dann ein paar afro-amerikanische Studentinnen vom Cheerleaden gefragt, ob sie immer noch diskriminiert werden. Und eine sagte im Süden ja, auf alle Fälle. In Bethany gibt es ein paar Leute die rassistisch sind, aber nicht viele. Doch ihre Mutter hatte große Angst als sie ihr erzählte, dass sie New York verlassen wird und nach West Virginia gehen will. Denn ihre Mutter wurde jeden Tag in der Schule gehänselt, geschlagen und von den Lehrern nicht beachtet. Dies wollte sie ihrer Tochter ersparen.

Homecoming...

das ist ein sehr wichtiges Wort hier und es bedeutet "eine Woche voller abgefahrener Aktivitäten und ein Saufgelage am Wochenende". Das war die inoffizielle Defintion. Die offizielle Erklärung ist, dass einmal im Jahr an allen Universitäten und High Schools in den USA alle ehemaligen Schüler bzw. Studenten und Lehrer bzw. Professoren zu einem feierlichen Anlass zusammenkommen und feiern. Eine Woche lang gibt es verschiedene Aktivitäten für die Studenten und am Wochenende gibt es ein Footballspiel, eine Parade und es wird eine Homcoming Königin und König gewählt. (es zählt Beliebtheit und Schönheit und es hängen die Bilder und Namen von den nominierten Kandidaten in der Mensa aus)

Montag: Jeder Club durfte in der Mensa die Fenster anmalen. Das Motto war "hinter jeder Maske versteckt sich ein Bison" und so malten alle fleißig Bisons (das ist der Name von unseren Sportteams) und beschmierten sich mit Farben. Das war sehr lustig und genau das Richtige für mich!

Dienstag: Ich muss zugeben, dass alle unsere Sportsteams ziemlich schlecht sind und dass obwohl alle jeden Tag 1-2 Stunden Training haben und die Trainer einen Haufen Geld verdienen! Meine Zimmernachbarin ist Schwimmerin und ihr Team geht zusätzlich zum normalen Training zweimal die Woche um 6 Uhr morgens zum Gewichteheben:-) Das macht Spass! Wie ihr seht - Sport ist hier sehr wichtig, obwohl jedes Sportteam auch sogenannte "Studierstunden"hat, in denen das ganze Team in der Bib sitzt und lernen soll. Diese Zeiten sind vorgeschrieben, weil das College nicht will, dass die akademische Seite vernachlässigt wird.

Auf alle Fälle ist unser Frauen Volleyballteam, dass einzige Team, dass echt gut ist und schon mehrere College Meisterschaften gewonnen hat.

Und deshalb gab es am Dienstag ein Volleyballspiel, dass von einer der Frauenverbindungen organisiert wurde, die sich für Krebspatienten einsetzen. Lustigerweise ist die Verbindungsfarbe pink:-) Und so mussten alle Zuschauer in Pink kommen und auch die Spieler hatten pinke Trikots und die ganzen Wände der Halle glitzerte pink! Als Zuschauer bekam man auch eine Anstecknadel mit pinkem "Think pink" Band und durfte pinken Kuchen essen! Es war echt der Knaller! Liebe Mitbewohner der 1a: unsere Blume Prinzessin Rosali Campanula ist nichts dagegen!!!!! Die traurige Nachricht dabei ist: ich hatte meine Kamera nicht dabei!!! Sorry!

Mittwoch: Juhuu es gab eine Bingo-nacht in der Mensa. Amerikaner lieben Bingo! Jeder bekam Bingokarten und es gab sogar extra pinke (ja diese Farbe lieben sie hier:-) und blaue Stempelstifte. Ich hab nämlich gelernt, dass Zahlen mit einem Stift durchstreichen uncool ist. Man stempelt seine Zahlen auf der Bingokarte!!! Leider hab ich nichts gewonnen, aber es hat sehr viel Spass gemacht!Bingoabend

Donnerstag: wer wollte konnte in die Bib kommen und bei einem Spiel mitmachen, dass es auch als Fernsehshow in den USA gibt: "silent libary". Und zwar gibt es verschiedene Teams und die treten gegeneinander an, in dem sie komische Aufgaben erfüllen müssen, wie Marshmallow Wettessen, den anderen mit irgendwas füttern, Sackhüpfen... das wichtigste ist jedoch, dass man keinen Ton sagen darf, schließlich ist man ja in der Bíb zwischen al den Büchern. Die Idee ist ganz lustig und könnte von einem PHler stammen:-) Und ich finde so was sollte man echt mal bei uns in der Unibib machen und zwar Mediziner gegen Juristen!!! :-))))

Freitag: es wurden 300 kleine Plastikbadeenten auf dem Campus versteckt und nummeriert, so dass jeder der wollte auf Entenjagt gehen und dadurch verschiedene Sachen gewinnen konnte. Ich hab leider nichts gefunden:-)

Aber apropos gewinnen. Ich hab vor zwei Wochen 50 Dollar in einem Vogelscheuchenwettbewerb gewonnen:-) Wir mussten Vogelscheuchen in meinem Kunstkurs basteln und dann an einem Wettbewerb teilnehmen und mein Pinguin hat gewonnen. Ich hab mich so gefreut!!!!Mein Pinguin ist vorne rechts-juhuuu

Samstag: leider kann ich von der Parade und vom Footballspiel nicht so viel berichten, da ich am Wochenende nicht da war. Mich haben nämlich zwei Freunde zu sich nach Hause eingeladen und ich werde euch demnächst davon berichten.

Ich kann nur sagen, dass es ungefähr 5 Autos gab, die bunt geschmückt waren, ein paar Leute waren ausgefallen angezogen und alle sind einmal in einer Parade um den Campus gezogen, die auf dem Footballfeld endete. Und Bethany gewann das Spiel!!!! Yeah. Ansonsten wurde sehr viel getrunken und es waren um die 5 000 Leute da, was für Bethany sehr sehr viel ist.

Vielleicht sollte ich noch abschließend sagen, dass Homecoming eigentlich dazu da ist, dass frische Studenten alte Studenten treffen und sich mit ihnen austauschen können bzw. sehen, was man alles werden kann, wenn man fleißig studiert.

So  das wars fürs erste von mir! Ich berichte bald von meinem Wochenende.

Mir persönlich

 geht es gerade so mittelmäßig. Ich bin froh für alle Erfahrungen, die ich hier machen kann und lerne sehr viel (englisch, hab schon einiges auf der Drehscheibe fabriziert, kann schon 5 verschiedene Akkorde auf der Gitarre spielen und lese viel) doch mir fehlen richtige Freunde. Leider sind Kathy und Hannah zur Zeit zu beschäftigt, so dass unser Bibellesen flach fällt und ich mich etwas alleine fühle.

Anderseits verbringe ich so mehr Zeit mit Gott und hab auch viel Zeit für mich und zum Nachdenken, was auch mal wichtig ist!

Ich drück euch alle ganz arg!!!! Und vermiss euch!

Eure Änn

 

 

 

 

Raus aus Bethany!

Donnerstag, 23.09.2010

HI and How are you?! an euch alle,

mir ist aufgefallen, dass ich schon lang nichts mehr geschrieben hab und es deshalb mal wieder Zeit wird euch auf dem Laufenden zu halten.

Bethany-Bubble (Bethany Blase)...

so bezeichnen hier die Bethany Studenten ihre Umgebung, weil man hier wie in einer Blase unter sich ist und nichts von der Welt mit bekommt bzw. man mindestens ne Stunde fahren muss bis etwas kommt was man Stadt nennen könnte. Manche Bethanyaner sind auch überzeugt, dass es hier eigene Arten an Käfer gibt, so was wie Urkäfer, die noch nie einen anderen Käfer getroffen haben und deshalb so sehr eigentümlich aussehen. Ob das stimmt wag ich zu bezweifeln, aber es gibt hier echt krasse bunte Käfer mit langen Haaren oder Käfer, die aussehen wie Zweige.

Nach 5 Wochen auf diesem kleinen Campus und immer wieder mit der Frage konfrontiert: Hey wie findest du die USA? muss ich sagen, dass ich mich über jede Gelegenheit freue mal aus Bethany rauszukommen. (Denn bis jetzt kenn ich noch nicht viel von den USA!)

Bis zu diesem Wochenende hieß "Rauskommen" immer nur 20 Min Auto fahren bis zum "Supermarkt" (stellt euch einen Raum so groß wie der Petersdom -ohneTürme- vor und alles vollgestopft mit allem, wirklch allem was man so braucht). Was schon ein Erlebnis für sich ist: Neben den riesigen Einkaufswägen (da passt ne Kuh rein) gibt es für Omas auch elektrische Rollstühle mit sowas wie nem Anhänger! Cool, oder! (Oma wenn wir mal zusammen in Amerika sind, dann fahren wir damit!) Einmal hab ich meine Leute verlohren und ich hab mich echt gefühlt wie ein verzweifeltes Kind ohne Orientrierung, denn ich wusste nicht wo ich zu suchen anfangen sollte. Was sehr nett ist, ist dass einem an der Kasse die Sachen eingepackt werden. Und keiner drängelt wie in Deutschland - alles ist easy going!

Nun an dem letzten Wochenende hatte ich dann mal die Chance 1 1/2 Stunden weit weg von Bethany zu fahren und in einem Feriendorf zu übernachten. Wie kam's dazu?

Circle K.

Dies ist einer der vielen Klubs auf dem Campus, dem ich beitreten bin, weil mich ein Mädel (Kathy) von unserem Stockwerk eingeladen hat. Ich dachte, schau mer mal vorbei und schwups war ich Mitglied. Denn es ist ein sehr kleiner Klub mit 6 Mitgliedern, dessen Aufgabe es ist "soziale Projekte zu organisieren und damit die Gesellschaft zu verbessern" und ich dachte, dass klingt doch ganz gut. Beim ersten Treffen haben wir Karten für ein Altenheim gebastelt ("scrapbooking" heißt basteln hier und ist sehr cool! denn es gibt alle möglcihen Stempel und bunte Papiere und Ausstecher etc.), dann wollen wir eine Spendenaktion zum Thema "sauberes Wasser in Afrika" starten, bei Weihnachten im Schuhkarton mitmachen und vieles mehr. Natürlich gibt es noch in vielen anderen Unis Circle K Klubs und so gab es letztes Wochenende ein Meeting von allen Circle K Klubs von West Virginia und genau dahin bin ich mitgefahren.

Die Tour startete am Samstag um 6:45Uhr morgens und ich war sooo müde. Doch bei Britney Spears-Klängen kann man nicht im Auto schlafen, außerdem sind hier alle Straßen schlangenförmig. Die superbreiten Highways, die man aus den Filmen kennt existieren in der Näher von Bethany nicht - ja ich lebe etwas abgeschieden:-)

Wir drei aus Bethany (Kathy, Becky und ich) traffen uns dann in Fairmont, West Virginia mit 30 anderen Circle K-ern und sammelten erstmal ca eine Stunde Müll entlang des Highways auf. Das war unsere soziale Aktion und ich fand das echt ne gute Idee! Danach aßen wie Pizza an einem sehr schönen Fluss mit kleinen Wasserfällen und dann ging es ins Feriendorf. Am Nachmittag hatten wir ein Erlebnispädagogikseminar, in dem es um Teamgeist ging und wir als Gruppe verschiedene Aufgaben erfüllen mussten. Am Abend gab es Lagerfeuer mit Marshmellows - natürlich und Gruselgeschichten.

(Aprops Gruselgeschichten: vor drei Wochen wäre der Gründer von Bethany 220Jahre alt geworden und ratet mal wie das hier gefreiert wurde! Um MItternacht sind ca 100 Leute zum Friedhof (einschließlich mir) und der Geschichtsprof hat Gruselgeschichten erzählt, wir haben "Happy birthday" gesungen und es gab blau/grünen Geburtstagskuchen mit roten Punkten:-) Ja die Amis können verrückt sein!)    

Am nächsten Tag hatten wir noch einen Bastelworkshop und dann sind wir in ein lustiges Restaurants essen gegangen, in dem alles pink, grün und glitzerig war, so dass ich gar nicht wusste was ich zuerst fotografieren sollte. Die bunten Gemälde auf der Toilette, die Musikbox oder die Omas, die sich auf die Hamburger stürzten.

Das Logo des RestaurantsInnenansicht des RestaurantsDer Eingang zum Restaurant

Das Wochenende war sehr schön, weil ich mal aus Bethany rausgekommen bin, doch es war auch anstrengend immer wieder neue Leute zu treffen und "small talk" zu führen. Da war ich am Ende doch wieder ganz froh, in meiner Bethany Bubble zu sein und es hat sich schon ein wenig "wieder zuhause" angefühlt.

"Clay is the way!" (Töpfern ist der Weg! klingt nicht so gut in Deutsch)..

das ist der Lieblingssatz von meinem Kunstprofessor "Herb". Eigentlich heißt er Dr. Herbert Weaver, aber wir sagen einfach "Herb". Der Mann ist echt der Knaller! Eine normale Unterrichtsstunde verläuft ungefähr so:

Herb, schwarze Brille, Glaze, Baggyjeanshose und T-shirt begrüßt jeden mit "Hey what's up" oder mit dem selbst ausgedachten Spitznamen, den er jedem seiner Schüler gibt (wie Prof Dr Schoma zu Andreas Schoma oder Little Princess - ich bin German Oooonne - er versucht meinen Namen richtig auszusprechen:-) und dann stellt er uns sehr theatralisch (eine Mischung aus Kongfu und Tanz) die neuen Projekte vor. Oft kommt auch der Satz "How our German freind would say" und dann sagt er einfach das englische Wort mit halbwegs deutscher Aussprache und freut sich, dass er Deutsch kann. (Z.B.: Scarecrow (Vogelscheuche) ist Skeeerkrau) Oft lass ich ihm seine Freude:-) Außerdem schreit er immer wie ein Kongfukämpfer, wenn er den Ton auf die Töpferscheibe wirft, weil er Töpfern und Kunst als Kampf sieht:-) Er singt auch gern bei den meisten Liedern, die so während der Stunde laufen laut mit, allerdings eher zur Belustigung in einer Dieter Bohlen-Stimme. Es ist echt ein riesen Spass! Und er hat's echt künstlerisch drauf und gibt uns viel zu tun, so dass ich jeden Tag mindestens 2-3 Stunden in der Tonwerkstatt bin.

 Mein Lieblingsaufenthaltsraum:die Tonwerkstatt

Wir haben schon eine Paprika, einen Torso, einen Krug mit Kopf, eine Vase und Schale, eine Muschel mit Mensch, einen Fisch, eine abstrakte Himbeere, ein Zylinder und eine chinesische Reisschüssel getont und glasiert. In Skulpture abeiten wir seit dieser Woche nicht mehr mit Ton, sondern mit allem was wir in der Werkstatt so finden. Da gibt`s echt alles: von Golfschläger über Teekessel bis zu Teddybären. Es ist eine einzige Schrotthalde und wir sollen eine Skulptur aus Bettpfosten machen. Deshalb bin ich gerade fleißig am Sprühen, Sägen, Kleben, Schleifen, Bohren etc. und bis Samstag muss unser neustes Projekt: eine Vogelscheuche fertig werden, denn wir nehmen an einem Wettbewerb teil. Hoffentlich gewinnt einer aus unserem Kurs.

Ihr seht ich habe viel zu tun! Ich hoff euch geht es allen gut. Ich hab bei den letzten Einträgen gesehen, dass ich einige Rechtschreibfehler habe. Sorry! Ich les mir heute meinen Eintrag durch bevor ich in abschicke:-)

Ein paar haben nach meiner Adresse gefragt:

Anne-Kathrin Walter

PO BOX 531

26032 Bethany, West Virginia

USA

Machts gut! Danke für alle lieben und lustigen Kommentare!

Ich drück euch, eure Änn (oder what ever you wanna call me! Hier gibt es echt die wildesten Varianten meines Namens)

Ich bin ein ....... Cheerleader:-)

Sonntag, 05.09.2010

Gib mir ein H - H Gib mir ein A - A Gib mir ein L - L Gib mir ein L-L Gib mir ein O-O und was heißt das? HALLO!!!! :-) Ja hallo an euch alle!

Wie ihr seht gibt es einiges (sehr witziges) zuerzählen:

Ich bin jetzt ein cheerleader...Yeah - go Bison go! Witzig oder:-)Ein Teil unseres Cheerleaderteams vor dem Spiel

ob ihrs glaubt oder nicht! Es ist so witzig! Also vielleicht sollte ich mal von vorne anfangen wie das alles so kam. In den USA sind Cheerleader ja sehr bekannt, vorallem an der High School jubeln die Cheerleader den Basketballern und Fussballern zu und haben auch ihre eigenen Meisterschaften. Ein Cheerleader  zu sein erfordert eigentlich tänzerisches und gymnastisches (?) Geschick. Tanzen kann ich ja noch aber Salto, sauberes Rad und alles was mit Spagat zu tun hat geht gar nicht. Außerdem weiß ich von meiner lieben Rike (1a MItbewohnerin), dass Cheerleaden sehr gefährlich ist, da sie immer blau gepunktet oer mit gebrochener Nase nach Hause kommt!

Doch hier am College ist das alles etwas anderes. Unser Footballteam (150 riesige, breite Jungs, die wirklich wie eine Herde Bisons aussehen) die "Bethany Bison"s ist  sehr schlecht und die Cheerleader cheern zum Vergnügen nicht um irgendeinen Wettkampf zu gewinnen. Das heißt sie studieren Srechgesänge mit Bewegungen ein und das wars. Da Yvonne (eine von den Deutschen) und ich zwei von den Cheerleadern kennen, wurden wir zum Training eingeladen. Naja, hingehen schadet ja nicht, da lernt man neue Leute kennen. Und schwups sind wir im Team, treffen und mit 14 anderen Mädels jeden Tag zum Training (1/2 bis Stunde) und standen heute im netten kurzen Outfit und Pompoms vor der Zuschauertribüne. Es war so lustig, denn ich hab so was ja noch nie gemacht, hatte auch keine Ahnung was auf dem Spielfeld abgeht, also nur dass die sich alle die Köpfe einrennen. Aber unser Cheerkaptain hat immer alle Cheers (Schreien und Bewegungen) vorher angekündigt und so bin ich doch mitbekommen. Ich zeig euch dann was wenn ich wieder im D-land bin. Rike, du kannst stolz auf mich sein:-) Also das ist hier echt eine kulturelle Erfahrung für mich und ich find's super dass ich so was ausprobieren kann. Ich wusste ja schon vorher, dass Cheerleader nett sind (stimmts Rikbert:-) und das sind sie auch hier in Behany (also das Tussi-cheerleader-klischee hat sich nicht bestätigt!)

German Rave..German Rave-Plakat

Ja bevor ich hier her kam wusste ich nicht was ein Rave ist, aber es ist eine Technoparty. Natürlich mussten wir Deutschen zu dieser Party kommen, denn schließlich lieben alle Deutsche Techno: NEIIIIINN!!!! Aber es war trotzdem lustig! Endlich mal was anderes als Hip Hop und es gab Schwarzlich und Leuchtstifte mit denen man sich bemalen konnte. War ich natürlich voll dabei! Diese Party wurde von einem der vielen Clubs auf dem College organisiert, nämlich vom German Club. Da sind Leute drinne die hier am College  Deutsch lernen oder an Deutschland interessiert sind. Man trifft sich einmal die Woche und plant Events oder hat einfach Gemeinschaft.  Ich bin auch schon zwei Clubs beigetreten. Einem "Bibelstudy" Club wo man einmal die Woche zusammen sie Bibel liest. So ähnlich wie Hauskreis, doch leider ohne viel persönliches Gespräch. Zumindestens bis jetzt. Und einem Club in dem sich verschiedene Menschen unterschiedlicher Religionen treffen und diskutieren. Letzte Woche haben wir einen Film über Afghanistan angeschaut und darüber gesprochen. Mal sehen was das noch wird, denn ich glaube viele sind hier sehr: ach ja egal welche Religion, hauptsache du hast eine!"  Bin gespannt was sich da noch für Gespräche ergeben.

Meine erste Deutschstunde...

ist ganz gut geaufen. Ich hab nur zwei Schüler und die sind sehr schüchtern, aber ganz nett. Beide Jungs haben seit 5 Jahren Deutsch und wir nehmen gerade die erste Vergangenheit und Personalpronomen durch. Ja, wir haben echt ne schwere Sprache! Harald, der Deutschprofessor sagt mir immer was ich durchnehmen soll und ich bekomm die Vorbereitung und die Stunde bezahlt, was sehr cool ist. Leider ist meine Deutschstunde Donnerstag und 8Uhr und die Jungs schlafen mir fast ein, obwohl ich versuche nette Sprechspiele mit ihnen zu spielen.

Europa

Die letzten Tage ist mir in Gesprächen immer aufgefallen wie schön es doch ist aus Europa zu sein, denn auf die Frage in welchen Ländern ich schon einmal war konnte ich ganz schön viel aufzählen. Wenn ich von Heidelberg sieben Stunden mit dem Auto fahre könnte ich in Frankreich, Belgien, Holland, Schweiz oder Österreich landen. Hier ist man immer noch in den USA und es wird immer noch englisch gesprochen. Viele waren noch nie woanders außer in Mexiko oder Kanada. Dieses Land ist einfach so riesig!

Dies ist auch ein Grund warum Waffen erlaubt sind, wurde mir heute erklärt, Denn wenn du irgendwo eine Farm hast und einer stiehlt deine Kuh, dann kannst du keinen halben Tag warten bis die Polizei kommt, dann brauchst du ein Gewehr! Naja, wie ihr seht habe ich sehr interessante Diskussionen am laufen!

Rundum

geht es mir ganz gut! Ich fühl mich manchmal noch etwas alleine. Vorallem weil ich sehr viele Leute kenne und ich in der Mensa immer Leute hab ztu denen ich mnich setzen kann, doch richtige tiefe Gespräche und Menschen, die Jesus so kennen wie ich gab es noch keine. Das hat mich die letzten Wochen etwas traurig gemacht und ich hab viel dafür gebetet. Und gestern hat GOtt geantwortet: ich hab Hannah und Katy kennengelernt, die beide sehr nett sind, mir geholfen haben mein Zimmer zu dekorieren und mit denen ich ganz viel über tiefgehende Themen reden und auch beten konnte. Wir wollen uns jetzt immer abends zum Bibel lesen treffen. Mal sehn ob das immer klappt, aber ich hab mich so gefreut! Gott ist echt der Knaller!

Ich drück euch alle und schick euch leibe Grüße aus Bethany

Eure Anne

P.S.: Ich will euch ja nicht neidisch machen, aber bei uns ist immer noch ca. 25-30Grad und ich bin sehr froh darüber, denn wenn hier Schnee fällt kommt es schonmal vor, dass es eine Woche keinen Strom und Heizung gibt!  

 

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